Lebensräume

Moore sind komplexe Ökosysteme, die aus mehreren Lebensräumen zusammengesetzt sind. Nach der Art der Wasserversorgung unterscheidet man Hochmoore (Wasserversorgung allein durch Regenwasser), Niedermoore (Wasserversorgung durch Grundwasser) und eine Vielzahl von Übergangs- und Mischformen.

Bei dem LIFE+-Projekt werden vor allem zwei FFH-Lebensraumtypen betrachtet, die die Projektgebiete maßgeblich prägen:

Der Lebensraumtyp 7120 umfasst Hochmoore, deren Wasserhaushalt z.B. durch intensiven Torfabbau stark beeinträchtigt ist. Unterstützt durch Naturschutzmaßnahmen besitzen diese Moorflächen noch ein hohes Regenerationspotenzial durch ein wieder einsetzendes Torfwachstum in einem Zeitraum von etwa 30 Jahren. Wichtig für das neue Leben in den alten Mooren ist, dass die hochmoortypischen Arten noch einen Hauptteil der Gesamtvegetation ausmachen und keine intensive Kultivierung der Moorflächen stattgefunden hat.

Zum Lebensraumtyp 7140 werden Moore und Schwingrasen auf Torfsubstraten gezählt, die durch oberflächennahes oder anstehendes, nährstoffarmes Wasser gespeist werden. Zumeist gibt es einen Moorkern mit typischer Hochmoorvegetation und eine ihn umgebende Landschaft mit Kleingewässern, Bulten, Schlenken und einen Verlandungsgürtel mit Seggen (Schnabel-Segge – Carex rostrata).